Jahrgang 2003 ∗∗∗∗

Trockenheit und Hitze beherrschten vor allem die Sommermonate, wodurch 2003 die mengenmäßig kleinste Ernte der letzten Jahrzehnte eingefahren wurde. Nach einem außergewöhnlich niederschlagsreichen November im Vorjahr wurden die Weinbergböden für die Wintermonate sehr gut mit Feuchtigkeit versorgt, auch wenn von der kalten Jahreszeit über Wochen nur wenig zu spüren war. Für den ersten Schnee musste man sich bis Ende Januar gedulden und richtig winterlich kalt wurde es dann vor allem im Februar. Im März stieg die Quecksilbersäule zwar markant in die Höhe, wobei es aber allabendlich sehr stark abkühlte. In der Folge wurde die Vegetation eingebremst und konnte erst ab der zweiten Märzhälfte so richtig zum Leben erwachen. Ein der Jahreszeit entsprechender April mit milden Temperaturen und ein wenig Niederschlag sorgte dafür, dass die Vegetation relativ bald den Stand eines Durchschnittsjahres erreichen konnte. Ausgesprochen warm und sonnig präsentierte sich der Monat Mai, in dem auch erstmals die 30°C Grenze überschritten wurde. Ebenso heiß und vor allem trocken ging es in den darauf folgenden Sommermonaten weiter, die mit ihren Rekordtemperaturen, minimalen Niederschlägen und orkanartigen Windböen in die Wetterannalen eingehen erden. Besonders hervorzuheben ist dabei sicherlich die Tatsache, dass sich die Hitze nicht nur auf den eigentlichen Hochsommer beschränkte, sondern von Mai bis August das Wettergeschehen dominierte. Dabei brachten auch die Nächte nur wenig Abkühlung, da die Temperaturen während der Nachtstunden sehr häufig nur um wenige Grad sanken. Da auch während der Wochen der Weinlese kein Regen verzeichnet wurde, erfüllen überdurchschnittlich hohe Mostgewichte und vor allem der hervorragende Gesundheitszustand der Trauben alle Kriterien für einen sehr guten Jahrgang.

Weißweine

Rotweine

Temperatur

13,3°C

Niederschlag

537,8 mm

Sonnenstunden

2.359 h