Gries

Riserva

2019

"Die Anschwemmböden im Bozner Stadtteil Gries eignen sich bestens für die autochthone Rotweinsorte Lagrein, die bereits 1379 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Unser Lagrein Gries beeindruckt durch seine fruchtige Beerenaromen, aber auch edle Würznoten und durch seinen saftigen, ausbalancierten Körper."
Rudi Kofler

Weitere Jahrgänge

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol 
Sorte: 100 % Lagrein
Jahrgang: 2019
Ertrag: 56hl/ha
Ausrichtung: Süd - Südwest
Neigung: 0 - 5 %
Höhenmeter: 250 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate teils im großen Holzfass (50%) teils im Barrique (50%). Für den Ausbau in den Barriquefässern werden ein Drittel neue Holzfässer verwendet. Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Herstellungszone

Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol
  • Restzucker: 1,6 g/l
  • Gesamtsäure: 5,0 g/l

Servierempfehlung

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Bordeauxglas
Serviertemperatur: 16 - 18 °C

Speisenempfehlung

In Kombination zu Gamsbraten mit Wurzelgemüse oder in Lagrein geschmorten Kalbsbäckchen mit Wurzelgemüse.

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  • Charakter

    Farbe: kräftiges rubin- bis granatrot mit dezent ins violett gehendem Schimmer
    Geruch: Der Duft enthüllt erdig-mineralische Noten, die sehr schön mit fruchtigen Aromen verbunden sind, wobei insbesondere der Duft von Sauerkirschen und Pflaumenmarmelade und Bitterschokolade hervortreten.
    Geschmack: Spannung erzeugen diese würzigen aber gleichzeitig samtigen Fruchtnoten auch am Gaumen, wo sich dieser Lagrein Riserva mit einer vielschichtigen Fülle und äußerst komplex präsentiert.

  • Jahrgang

    Das Weinjahr 2019 war ein sehr facettenreiches Jahr.
    Es begann mit einem trockenen und warmen März. Darauf folgte ein wechselhafter April und ein regenreicher, sehr kühler Monat Mai. Diese langanhaltende kühle Witterung brachte eine sehr langsame Entwicklung der Reben mit sich und führte zu einer etwas verspäteten Rebblüte Anfang Juni. Es folgte ein hochsommerlicher, heißer Juni, welcher von einer extremen Hitzewelle mit Rekordwerten nahe der 40° Celsius-Marke gekennzeichnet war. Diese Witterung begünstigte ein rasches und üppiges Rebwachstum. Die Monate Juli und August verliefen nicht mehr so extrem heiß. Zwischenzeitlich kam es immer wieder zu Hitzegewittern, welche einerseits für die nötige Abkühlung sorgten und andererseits, lokal aber auch heftige Hagelschläge, mit großen Schäden hauptsächlich in der Zone um Bozen-Gries, mit sich brachten.
    Die Ernte begann in der ersten Septemberwoche und somit, zurückblickend auf die letzten 10 Jahre, etwas verspätet. Ein schöner Herbst ermöglichte eine gute Traubenreife und verspricht somit einen guten Jahrgang 2019.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C
    Gutes Reifepotential > 5 Jahre 


  • Boden
    • Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
    • Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
    • Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
    • Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.

    Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
    Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: 600 - 700 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft