"Der Winkl ist ein saftiger, zart fruchtiger, mineralischer Sauvignon Blanc, der bereits seit 1956 sortenrein vinifiziert wird. Diese Rebsorte wird im Terlaner DOC-Gebiet vor allem rund um die ältesten Gutshöfe schon sehr lange erfolgreich angebaut."
Rudi Kofler
Winkl
2025
Wein
Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol Terlan
Sorte: 100% Sauvignon Blanc
Jahrgang: 2025
Ertrag: 56 hl/ha
Ausrichtung: Süd - Südwest
Neigung: 5 - 70 %
Höhenmeter: 280 - 580 m
Ausbau
Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Pressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; Lagerung und Reife für 7 - 8 Monate auf der Feinhefe teils im im Edelstahltank (80%) und teils im großen Holzfass (20%).
Technische Daten
- Alkoholgehalt: 13,5 % vol
- Restzucker: 1,2 g/l
- Gesamtsäure: 6,0 g/l
Servierempfehlung
Glas für junge Weißweine
Serviertemperatur: 10 - 12 °C
Speisenempfehlung
In den Frühjahrsmonaten sehr interessant in Kombination mit gekochten weißen Spargeln und Boznersoße aber auch zu gedämpften grünen Spargeln; zu Thunfischcarpaccio, geräuchertem Lachs oder rohem Kaisergranat; ebenso typisch Südtirolerisch zu Brennnesselknödeln aber auch zu gedämpfter Forelle mit Gemüse oder jungem Ziegenkäse.
Speisenempfehlung Detail
Schaum vom weißen Terlaner Spargel mit Wachteleiern und Bittermandeln - Giancarlo Perbellini (Ristorante Perbellini), Saibling auf weißem Spargel, Erbsenfond, Minze und Saiblingskaviar - Norbert Niederkofler (Restaurant St. Hubertus)
- Charakter
Farbe: intensiv leuchtendes strohgelb mit dezent grünem Schimmer
Geruch: Fruchtbetonte Aromen von Aprikosen, Mandarinen und Passionsfrucht vermischen sich mit aromatischen Duftkomponenten von Holunderblüten, Stachelbeere und Minze.
Geschmack: Am Gaumen setzt sich der fruchtige Eindruck gepaart mit einer feinen Säure fort. Besonders überzeugt gute Struktur sowie der mineralische und gleichzeitig aromareiche Abgang - Jahrgang
Das Weinbaujahr 2025 war von einem milden Frühjahr und entsprechend einer frühen Blüte geprägt.
Dank der warmen und trockenen Bedingungen verlief die Blüte sehr zügig, auch in mittleren und höheren Lagen. Dies führte zu einer insgesamt sehr kompakten Ernte.
Ein sonniger Juni sowie ein etwas kühlerer Juli mit gut verteilten Niederschlägen sorgten für eine optimale Wasserversorgung der Reben. Diese Voraussetzungen waren entscheidend für frische, strukturierte Weißweine mit einer belebenden Säurestruktur. Eine trockene Hitzeperiode Anfang August brachte zusätzliche Konzentration und Aromendichte – ein Faktor, der sich ebenso positiv auf die Rotweine auswirkte.
Die Lese begann Ende August und stellte sich als vielversprechender Auftakt dar. Feuchtere Bedingungen im September erschwerten den weiteren Verlauf der Ernte zwar etwas, dennoch konnten dank vermehrter Handarbeit, Geduld und präzisem Timing Trauben von sehr guter Qualität eingebracht werden.
Insgesamt zeichnet sich ein spannender Jahrgang ab.
Bei den Weißweinen präsentieren sich insbesondere Sauvignon Blanc und Chardonnay besonders vielversprechend. Sie überzeugen durch Frische, Komplexität und aromatische Eleganz.
- Flaschenreife
Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
Kellertemperatur: 10 - 15 °C
Gutes Reifepotential > 5 Jahre - Boden
- Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
- Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
- Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
- Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.
Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert. - Klima
Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.Mikroklima in Terlan
Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
Höchsttemperaturen: 38,2 °C
Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
Tiefsttemperaturen: -10,7°C
Niederschlagsmenge: 600 - 700 mm/Jahr
Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
Winde:
Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
Ora: Talwindsystem von Süden, aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft