St. Magdalener

2021

"Einst spielte der St. Magdalener, eine traditionelle Cuvée aus den beiden autochthonen Rebsorten Vernatsch und Lagrein, nicht nur eine sehr wichtige Rolle im Südtiroler Weinbau sondern zählt zu den bekanntesten italienischen Rotweinen. Aber auch heute hat dieser fein fruchtige und charakteristisch-stilvolle Rotwein, der nach dem Anbaugebiet um das Weindorf St. Magdalena benannt ist, viele Liebhaber und wird von so manchem Genießer derzeit neu entdeckt."
Rudi Kofler

Weitere Jahrgänge

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtiroler
Sorte: 85% Vernatsch, 15% Lagrein
Jahrgang: 2021
Ertrag: 63 hl/ha
Neigung: 20 - 50 %
Höhenmeter: 300 - 600 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 7-8 Monate im großen Holzfass.

Herstellungszone



Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,00 % vol
  • Restzucker: 1,0 g/l
  • Gesamtsäure: 4,6 g/l

Servierempfehlung

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Bordeauxglas
Serviertemperatur: 12 - 14°C

Speisenempfehlung

klassisch Südtirolerisch zu einem Räucherteller mit Speck und Bündnerfleisch aber auch Carne salada vom Hirsch mit eingelegten Pilzen und Frischkäsemousse oder saurem Rindfleisch; ebenfalls interessant zu Bandnudeln mit Salsiccia oder gekochtem Tafelspitz mit salsa verde und Petersilienkartoffeln

Recyclinginformationen

Prüfen Sie die Vorschriften Ihrer Gemeinde
Kapsel: C/ALU 90 – Kunststoff/Aluminium – Altmetallsammlung
Kork – FOR 51 – Kork - getr. Sammlung für Bioabfälle
Flasche - GL 71 – Glas – Altglassammlung

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  • Charakter

    Farbe: kräftige rubinrote Färbung
    Geruch: Mit einer klaren vordergründigen Frucht nach schwarzen Holunderbeeren und Kirschen abgerundet durch ein Bittermandelaroma und eine Nuance von Veilchen überzeugt der St. Magdalener in der Nase.
    Geschmack: Ebenso fruchtbetont am Gaumen aber gleichzeitig weich und elegant hat dieser Rotwein auch durch seine ausgewogene Säurestruktur und den niedrigen Gerbstoffgehalt ein ansprechendes Format.

  • Jahrgang

    Nach einem schneereichen Winter war das Frühjahr von einer längeren, außergewöhnlich trockenen Phase geprägt. Die tiefen Temperaturen im März und April führten zu einem sehr späten Austrieb, was unsere Reben vor Spätfrostschäden schützte, denen sie sonst in zahlreichen Frostnächten im April ausgesetzt worden wären. Ein kühler und regnerischer Mai sorgte für eine gute Wasserversorgung der Reben. Die Rebblüte begann in den frühesten und wärmsten Lagen Ende Mai bis Anfang Juni und damit zwei Wochen später als im langjährigen Durchschnitt. Der Juni brachte hochsommerliche Temperaturen und wenig Niederschläge. Dadurch blieb der Pilzdruck der Reben sehr niedrig. Niederschlagsreich und gewittrig zeigte sich hingegen der Juli, teils bis in den August hinein. Die mittleren nicht zu heißen Tagestemperaturen im August waren dann äußerst förderlich für die Fruchtigkeit und den Erhalt einer belebenden Säure beim Jahrgang 2021.
    Die Weinlese begann in den frühesten Anlagen, etwas verspätet, am 6. September und war fast ausschließlich von sehr schönem Wetter geprägt.
    Mengenmäßig fiel 2021 etwas kleiner aus. Doch bereits zu Beginn der Lese zeichnete sich ein sehr spannender Jahrgang ab.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C


  • Herkunft

    Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft