Unsere Weine Vorschau

St. Magdalener

2019

"Einst spielte der St. Magdalener, eine traditionelle Cuvée aus den beiden autochthonen Rebsorten Vernatsch und Lagrein, nicht nur eine sehr wichtige Rolle im Südtiroler Weinbau sondern zählt zu den bekanntesten italienischen Rotweinen. Aber auch heute hat dieser fein fruchtige und charakteristisch-stilvolle Rotwein, der nach dem Anbaugebiet um das Weindorf St. Magdalena benannt ist, viele Liebhaber und wird von so manchem Genießer derzeit neu entdeckt."
Rudi Kofler

Weitere Jahrgänge

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtiroler
Sorte: 85% Vernatsch, 15% Lagrein
Jahrgang: 2019
Ertrag: 63 hl/ha
Neigung: 20 - 50 %
Höhenmeter: 300 - 600 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 7-8 Monate im großen Holzfass.

Herstellungszone



Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,00 % vol
  • Restzucker: 1,0 g/l
  • Gesamtsäure: 4,5 g/l

Servierempfehlung

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Bordeauxglas
Serviertemperatur: 12 - 14°C

Speisenempfehlung

klassisch Südtirolerisch zu einem Räucherteller mit Speck und Bündnerfleisch aber auch Carne salada vom Hirsch mit eingelegten Pilzen und Frischkäsemousse oder saurem Rindfleisch; ebenfalls interessant zu Bandnudeln mit Salsiccia oder gekochtem Tafelspitz mit salsa verde und Petersilienkartoffeln

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  • Charakter

    Farbe: kräftige rubinrote Färbung
    Geruch: Mit einer klaren vordergründigen Frucht nach schwarzen Holunderbeeren und Kirschen abgerundet durch ein Bittermandelaroma und eine Nuance von Veilchen überzeugt der St. Magdalener in der Nase.
    Geschmack: Ebenso fruchtbetont am Gaumen aber gleichzeitig weich und elegant hat dieser Rotwein auch durch seine ausgewogene Säurestruktur und den niedrigen Gerbstoffgehalt ein ansprechendes Format.

  • Jahrgang

    Das Weinjahr 2019 war ein sehr facettenreiches Jahr.
    Es begann mit einem trockenen und warmen März. Darauf folgte ein wechselhafter April und ein regenreicher, sehr kühler Monat Mai. Diese langanhaltende kühle Witterung brachte eine sehr langsame Entwicklung der Reben mit sich und führte zu einer etwas verspäteten Rebblüte Anfang Juni. Es folgte ein hochsommerlicher, heißer Juni, welcher von einer extremen Hitzewelle mit Rekordwerten nahe der 40° Celsius-Marke gekennzeichnet war. Diese Witterung begünstigte ein rasches und üppiges Rebwachstum. Die Monate Juli und August verliefen nicht mehr so extrem heiß. Zwischenzeitlich kam es immer wieder zu Hitzegewittern, welche einerseits für die nötige Abkühlung sorgten und andererseits, lokal aber auch heftige Hagelschläge, mit großen Schäden hauptsächlich in der Zone um Bozen-Gries, mit sich brachten.
    Die Ernte begann in der ersten Septemberwoche und somit, zurückblickend auf die letzten 10 Jahre, etwas verspätet. Ein schöner Herbst ermöglichte eine gute Traubenreife und verspricht somit einen guten Jahrgang 2019.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C


  • Herkunft

    Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft