Unsere Weine Vorschau

Pinot Bianco Rarity 2005

"Eine Besonderheit der Kellerei Terlan sind die Raritäten, Sonderabfüllungen gereifter Weißweine, die für mindestens zehn Jahre auf der Feinhefe in Stahltanks gelagert worden sind. Beeindruckend ist dabei vor allem die jugendliche Frische, durch die dieser Weißburgunder trotz seines gereiften Alters besticht, und gutes Reifenpotential hat.“

Terlan besitzt ein Terroir um große Weißweine zu produzieren und stellt dies mit den Raritäten gekonnt unter Beweis.“
Rudi Kofler

Weitere Jahrgänge

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol Terlaner
Sorte: 100% Weißburgunder
Jahrgang: 2005
Ertrag: 40 hl/ha
Ausrichtung: Südwest
Neigung: 30 - 50 %
Höhenmeter: 550 - 600 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate auf der Hefe im großen Holzfass;  Anschließend Reife für 11 Jahre auf der Feinhefe im Stahltank.
Flaschenanzahl: 3.330

Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 13.5 % vol
  • Restzucker: 1.6 g/l
  • Gesamtsäure: 6.1 g/l

Servierempfehlung

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Glas für gereifte Weißweine
Serviertemperatur: 12 - 14 °C

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  • Charakter

    Farbe: helles, leuchtendes strohgelb mit zart grünlichen Reflexen
    Geruch: In der Nase beeindruckend frisch und bei jedem Versuch eine neue Geruchskomponente offenbarend besticht die Rarität. Kräuternoten von Kamille, Zitronenmelisse und Liebstöckl zeigen sich ebenso wie ein Hauch von getrockneten Kaki und Aprikosen. Gleichzeitig weist das facettenreiche Bouquet auch einen Duft nach Brotkruste und Hefezopf auf gepaart mit dezenter Feuersteinaromatik.
    Geschmack: Am Gaumen geschmeidig und kraftvoll mit einem starken, knackig frisch wirkenden Säuregerüst, welches dennoch einen filigranen Eindruck hinterlässt und die mineralische Spannung ideal ergänzt. Seidig und elegant aber gleichzeitig enorm druckvoll und tief präsentiert sich der Abgang.

  • Jahrgang

    Zum Jahresauftakt gab es außergewöhnlich viele sonnige Tage aber auch trocken-kalte Nordwinde, die für sehr wenig Niederschlag in Form von Regen oder Schnee verantwortlich zeichneten. Auch im März blieb die Quecksilbersäule vor allem am Monatsanfang im frostig-kalten Bereich und erst gegen Ende des Monats konnte dank eines rapiden Temperaturanstiegs vom beginnenden Frühjahr die Rede sein. Der April machte seinem Namen alle Ehre und war von einem Wechsel zwischen warmen und kühlen Phasen charakterisiert, wobei der Niederschlag immer noch so gut wie ausblieb und in der Folge Blüte und Austrieb mit einer leichten Verspätung eintraten. Frühsommerlich mit reichlich Wärme zeigt sich der Mai, während der Juni sich außergewöhnlich heiß und immer noch trocken präsentierte. Durch den über Wochen und Monate hinweg fehlenden Niederschlag setzte die Holzreife außergewöhnlich früh ein und vor allem die Beeren blieben sehr klein und leicht, woran auch der im langjährigen Vergleich untertemperierte August mit einigen Regentagen nichts änderte. Trotz einiger heftiger Gewitter und Regentage in der Erntezeit konnten die großteils sehr lockerbeerigen und dadurch weniger fäulnisanfälligen Trauben voll ausreifen und so ein wiederum äußerst interessanter Jahrgang eingekellert werden.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C
    Sehr gutes Reifepotential > 10 Jahre

  • Boden
    • Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
    • Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
    • Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
    • Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.

    Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
    Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: 600 - 700 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft