Unsere Weine Vorschau

Chardonnay Rarity 2000

"Eine Besonderheit der Kellerei Terlan sind die Raritäten, Sonderabfüllungen gereifter Weißweine, die für mindestens zehn Jahre auf der Feinhefe in Stahltanks gelagert worden sind. Beeindruckend ist dabei vor allem die jugendliche Frische, durch die dieser Chardonnay trotz seines gereiften Alters besticht, und gutes Reifenpotential hat.“

Terlan besitzt ein Terroir um große Weißweine zu produzieren und stellt dies mit den Raritäten gekonnt unter Beweis.“
Rudi Kofler

Weitere Jahrgänge

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol Terlaner
Sorte: 100% Chardonnay
Jahrgang: 2000
Ertrag: 40 hl/ha
Ausrichtung: Südwest
Neigung: 30 - 50 %
Höhenmeter: 550 - 600 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate auf der Hefe im großen Holzfass;  Anschließend Reife für 11 Jahre auf der Feinhefe im Stahltank.

Flaschenanzahl: 3.330

Preise

falstaff 2013: 94 Punkte
Wein-Plus 2013: 94 Punkte
James Suckling 2013: 95 Punkte
Gambero Rosso - Vini d'Italia 2014: Zwei rote Gläser
Le guide de L'Espresso - I Vini d'Italia 2014: Quattro bottiglie
I Vini di Veronelli 2014: Tre stelle blu
Bibenda 2014: Cinque grappoli

Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 13.0 % vol
  • Restzucker: 2.8 g/l
  • Gesamtsäure: 5.3 g/l

Servierempfehlung

white-wine-glass.svg

Glas für gereifte Weißweine
Serviertemperatur: 12 - 14 °C

kgt-201228-bottiglie_vini_2020_-_img_ombra_-_chardonnay_2000_klein.png
  • Charakter

    Farbe: helles, leuchtendes strohgelb mit zart grünlichen Reflexen
    Geruch: In der Nase beeindruckend frisch und bei jedem Versuch eine neue Geruchskomponente offenbarend besticht die Rarität. Kräuternoten von Kamille, Zitronenmelisse und Liebstöckl zeigen sich ebenso wie ein Hauch von getrockneten Kaki und Aprikosen. Gleichzeitig weist das facettenreiche Bouquet auch einen Duft nach Brotkruste und Hefezopf auf gepaart mit der Feuersteinaromatik.
    Geschmack: Am Gaumen geschmeidig und cremig weich mit einem starken, jugendlich wirkenden Säuregerüst, welches dennoch einen filigranen Eindruck hinterlässt und die mineralische Spannung ideal ergänzt. Seidig und elegant aber gleichzeitig enorm druckvoll und tief präsentiert sich der Abgang.

  • Jahrgang

    Überdurchschnittlich hohe Temperaturen und viel Regen kennzeichneten den Witterungsverlauf im Jahr 2000, wobei die eigentlich heißen Sommermonate etwas milder ausgefallen sind, aber die fehlende Hitze von den warmen Frühjahrs- und Herbstmonaten mehr als nur kompensiert werden konnte. Der Jahresbeginn war allerdings von sehr frostigen Temperaturen gekennzeichnet und obwohl über Wochen sehr sonniges Wetter herrschte brachte die unter Hochdruckeinfluss stehende Gesamtwetterlage ständig polare Kaltluftmassen in den Alpenraum. Zudem fiel im ersten Monat des Jahres weder eine Schneeflocke noch ein Regentropfen, was sich auch mit Beginn des Februars nicht änderte. Weiterhin gab es sehr sonnenverwöhnte und milde Tage und nur dank der tiefen Nachttemperaturen konnte ein vorzeitiges Austreiben verhindert werden. Erst mit Ende März konnten die lang ersehnten Niederschläge verzeichnet werden und auch den Reben stand somit das notwendige Wasser für den ersten Wachstumsschub zur Verfügung. Das sprichwörtlich launenhafte und unbeständige Wetter brachte der Monat April, als sich Sonne und Regen oft mehrmals am Tag abwechselten. Dabei war es stets warm und die für den Frühling überdurchschnittlich hohen Temperaturen konnten auch im Mai verzeichnet werden. Dieser warme Witterungsverlauf hatte eine sehr günstige Auswirkung auf das Wachstum, so dass der Vegetationsstand zu Beginn der Sommermonate gut eine Woche Vorsprung aufwies. Hochsommerliche Temperaturen zeigte die Quecksilbersäule im Juni, während der Juli einiges an Niederschlag und in der Folge kühlere Tage mit sich brachte. Sommerlich warm und trocken fiel hingegen der August aus der zu Monatsende mit einer leichten Abkühlung auch schon den herannahenden Herbst und somit die Wochen der Weinlese ankündigte. Äußerst günstige Erntewetter brachte der September, als durch die starke thermische Exkursion zwischen Tag und Nacht die besten Voraussetzungen zwecks Farbintensität und optimaler Reife geschaffen wurden. Die leicht früher einsetzende Ernte erfolgte an warmen und trockenen Herbsttagen und als im Oktober dann eine längere Regenperiode einsetzte hatten die Winzer bereits das gesamte Traubenmaterial zur Weiterverarbeitung in die Kellerei gebracht.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C
    Sehr gutes Reifepotential > 10 Jahre

  • Boden
    • Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
    • Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
    • Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
    • Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.

    Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
    Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: 600 - 700 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft