Quarz

2024

"Filigran wie die feinen Quarzeinsprenglinge im vulkanischen Porphyrgestein Terlans zeigt sich unsere Sauvignonselektion, die einen wahrlich bezeichnenden Namen erhalten hat. Kennzeichnend für den Quarz sind seine feine Textur und Tiefe sowie ein salziger Nachhall, die diesem edlen Weißwein mittlerweile internationales Renommee beschert haben."
Rudi Kofler

 

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol Terlan
Sorte: 100% Sauvignon Blanc
Jahrgang: 2024
Ertrag: 40 hl/ha
Ausrichtung: Süd - Südwest
Neigung: 10 - 40 %
Höhenmeter: 300 - 550 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur und Reife für 9 Monate auf der Feinhefe teils im großen Holzfass (50%) und teils im Edelstahltank (50%); Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 14,0 % vol
  • Restzucker: 2,0 g/l
  • Gesamtsäure: 6,2 g/l

Servierempfehlung

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Burgunderglas
Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Speisenempfehlung

Spannend als Speisenbegleitung zu Austern, Lachstartar oder Cruditè von Krustentieren; ebenso zu grünem Apfelrisotto mit cross-gebratenem Bachsaiblingfilet, gedämpften Langusten oder einem Lammbraten in der Kräuterkruste mit geschmorten Spargeln; gereifter Ziegenkäse.

Speisenempfehlung Detail

Weißer Terlaner Spargelrisotto mit Tropea-Zwiebeln und Balsamicoessig - Giancarlo Perbellini (Ristorante Perbellini)

Recyclinginformationen

Prüfen Sie die Vorschriften Ihrer Gemeinde
Kapsel: TIN 42– Kunststoff/Aluminium – Altmetallsammlung
Kork – FOR 51 – Kork - getr. Sammlung für Bioabfälle
Flasche - GL 71 – Glas – Altglassammlung
Karton – PAP 20 – Wellpappe – Altpapiersammlung
Karton 2 – PAP 21 – sonstige Pappe – Altpapiersammlung

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  • Charakter

    Farbe: funkelndes gelbgrün
    Geruch: Verlockend exotisch mit einer vielschichtigen Frucht von Mango, Papaya, Limette und roter Grapefruit aber auch Kräuteraromen, die an Zitronengras, Melisse, Minze und grünen Tee erinnern, präsentiert sich dieser Sauvignon im Glas. Zudem enthüllt er verbunden mit einem Hauch von Stachelbeeren auch mineralische Feuersteinnoten.
    Geschmack: Ein äußerst interessantes Spiel erlebt man am Gaumen, wo sich die saftigen Fruchtaromen zusammen mit der feingliedrigen Mineralität zu einer beachtlichen harmonischen Fülle vereinen und einen kraftvollen sowie langen Nachhall bescheren.

  • Jahrgang

    Das Weinbaujahr 2024 begann mit einem außergewöhnlich nassen Frühjahr – dem regenreichsten seit 1965. Die kühlen und feuchten Wetterbedingungen hielten bis zur Blüte im Mai und Anfang Juni an. Dies führte zu einer verzögerten Blüte und bei einigen Rebsorten zu einer Verieselung der Trauben. Infolgedessen kam es zu Ertragsrückgängen von 15 bis 40 Prozent. Besonders betroffen waren die Sorten Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Lagrein.

    Der Juli war von zahlreichen Gewittern geprägt, während der August trockenes und warmes Wetter brachte. Diese Wetterlage hielt bis Anfang September an, bevor Mitte des Monats eine deutliche Abkühlung einsetzte. Dadurch verlangsamte sich die Traubenreife erheblich und für die spätreifenden Rotweinsorten war es herausfordernd, die Vollreife zu erreichen.

    In diesem anspruchsvollen Jahr haben sich vor allem wertvolle, exponierte Weinlagen als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Wetterbedingungen verlangten den Winzern viel Arbeit, Engagement und Fachwissen ab. Doch der große Einsatz hat sich gelohnt:

    Der Jahrgang 2024 präsentiert sich vielversprechend! Besonders die Weißweine sowie die Pinot Noirs stechen schon jetzt positiv hervor.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C
    Sehr gutes Reifepotential > 10 Jahre 

  • Boden
    • Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
    • Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
    • Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
    • Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.

    Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
    Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
    Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: 600 - 700 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft