Siebeneich 2014

"Dieser Merlot, der sich im Terlaner DOC Gebiet speziell in warmen Südlagen mit tiefgründigen und lehmhaltigen Böden wohlfühlt,  ist ein vielschichtiger und körperreicher Rotwein, der vor allem durch seine Finesse überzeugt."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Merlot
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1989
  • Jahr: 2014
  • Gesamtproduktion: 25.000
  • Ertrag: 56 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Selektionen

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate teils im großen Holzfass (70%) teils im Barrique (30%). Für den Ausbau in den Barriquefässern werden ein Drittel neue Holzfässer verwendet. Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: funkelndes sattes rubinrot
  • Geruch: Die vordergründige Frucht von getrockneten Pflaumen und Preiselbeeren vereint sich zusammen mit der nach Minze und Eukalyptus duftenden Kräuteraromatik und ergänzt um einen Hauch schwarzen Pfeffer zu einem sehr facettenreichen Bouquet.
  • Geschmack: Durch eine stabile Tanninstruktur und die fruchtbetonten Aromen kann sich der Merlot am Gaumen optimal entfalten und zeigt eine vielschichtige Struktur sowie eine tiefgründige Länge.

Speisenempfehlung

Passt zu Kitzschulter in Olivenöl und Kräutern geschmort auf Spargel und Wildgemüse, Rindstagliata auf einem Rucolabett, Kanincheneintopf oder einer geschmorten Lammhaxe mit Spinatpolenta; ebenso interessant zu Melanzane alla parmigiana.

  • Jahrgang

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    • 2014 war ein ungewöhnliches Weinbaujahr, welches  den Winzern viel Fleiß und Aufwand abverlangte.
      Durch den sehr milden Winter war der Boden bereits frühzeitig aufgewärmt und in der Folge kam es in den frühesten Lagen bereits Ende März zum Austrieb der Reben. Das Frühjahr war ebenfalls von milden Temperaturen gekennzeichnet und so beobachtete man bereits Mitte Mai die ersten blühenden Gescheine. Im Vergleich zu 2013 betrug der Vegetationsvorsprung etwa 2 Wochen und man konnte von einem frühen Lesebeginn ausgehen.
      Nach einer kurzen Trockenperiode in der Blüte- bzw. Nachblütezeit stellte sich das Wetter ab Anfang Juli komplett um. Auch ältere Winzer können sich kaum an einen Sommer mit so vielen Regentagen und so wenigen Sonnenstunden erinnern. Der viele Niederschlag sorgte dafür, dass das Wachstum der Reben schwer zum Abschluss gelangte und der Krankheitsdruck konstant hoch war. In vielen, hauptsächlich frühreifen Anlagen platzten die Beeren auf und es kam zu erheblichem Fäulnisbefall.
      Die außergewöhnlichen klimatischen Verhältnisse sorgten dafür, dass die Vegetation stark eingebremst wurde und die Trauben erst zwei Wochen später reiften als ursprünglich angenommen. Erntebeginn war der 8. September 2014.
      Die Winzer mussten also Ruhe bewahren und den optimalen Lesetermin abwarten. Die Ernte selbst war mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, jede einzelne Traube wurde akribisch kontrolliert, angefaulte oder beschädigte Beeren wurden entfernt. So gelang es den Winzern trotz der widrigen Umstände,  gesundes und reifes Traubenmaterial anzuliefern.
      Nach der zweiten Lesewoche, also ab dem 20. September 2014, besserte sich das Wetter und so konnten die Trauben in den mittleren und höheren Lagen bei schönem Herbstwetter optimal ausreifen.
      Dadurch konnte die Gesamtqualität des Jahrgangs 2014 noch erheblich gesteigert werden.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Siebeneich

Auszeichnungen

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol
  • Restzucker: 1,6 g/l
  • Gesamtsäure: 5,2 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 4 Jahre
  • Serviertemperatur: 16 - 18 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas