Chardonnay 2003

"Eine Besonderheit der Kellerei Terlan sind die Raritäten, Sonderabfüllungen gereifter Weißweine, die für mindestens zehn Jahre auf der Feinhefe in Stahldrucktanks gelagert worden sind. Beeindruckend ist dabei vor allem die jugendliche Frische, durch die dieser Chardonnay trotz seines gereiften Alters besticht, was ihn vor allem für eine längere Flaschenreife perfekt eignet. Terlan besitzt ein Terroir um große Weißweine zu produzieren und stellt dies mit den Raritäten gekonnt unter Beweis."
Rudi Kofler

Chardonnay 2003

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtirol Terlaner
  • Sorte: 100% Chardonnay
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1979
  • Jahr: 2003
  • Gesamtproduktion: 3.340
  • Ertrag: 42 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Raritäten

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; teilweiser biologischer Säureabbau (50%) und Reife für 12 Monate auf der Feinhefe im Tonneaux;  Lagerung und Reife für mindestens 10 Jahre auf der Feinhefe im Stahldrucktank ohne jegliche Filtration.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol Terlaner DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: helles, leuchtendes strohgelb mit zart grünlichen Reflexen
  • Geruch: In der Nase beeindruckend frisch und bei jedem Versuch eine neue Geruchskomponente offenbarend besticht die Rarität. Kräuternoten von Kamille, Zitronenmelisse und Liebstöckl zeigen sich ebenso wie ein Hauch von getrockneten Kaki und Aprikosen. Gleichzeitig weist das facettenreiche Bouquet auch einen Duft nach Brotkruste und Hefezopf auf gepaart mit der Feuersteinaromatik.
  • Geschmack: Am Gaumen geschmeidig und cremig weich mit einem starken, jugendlich wirkenden Säuregerüst, welches dennoch einen filigranen Eindruck hinterlässt und die mineralische Spannung ideal ergänzt. Seidig und elegant aber gleichzeitig enorm druckvoll und tief präsentiert sich der Abgang.

Speisenempfehlung

Als Meditationswein.
Zu gedämpftem Hummer oder sautierten Jakobsmuscheln, in Kombination mit Taglierini mit Butter und schwarzen Trüffeln; aber auch zu Rindscarpaccio mit frischen Albatrüffeln oder einem Kalbsrückensteak.

  • Jahrgang

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    • Trockenheit und Hitze beherrschten vor allem die Sommermonate, wodurch 2003 die mengenmäßig kleinste Ernte der letzten Jahrzehnte eingefahren wurde. Nach einem außergewöhnlich niederschlagsreichen November im Vorjahr wurden die Weinbergböden für die Wintermonate sehr gut mit Feuchtigkeit versorgt, auch wenn von der kalten Jahreszeit über Wochen nur wenig zu spüren war. Für den ersten Schnee musste man sich bis Ende Januar gedulden und richtig winterlich kalt wurde es dann vor allem im Februar. Im März stieg die Quecksilbersäule zwar markant in die Höhe, wobei es aber allabendlich sehr stark abkühlte. In der Folge wurde die Vegetation eingebremst und konnte erst ab der zweiten Märzhälfte so richtig zum Leben erwachen. Ein der Jahreszeit entsprechender April mit milden Temperaturen und ein wenig Niederschlag sorgte dafür, dass die Vegetation relativ bald den Stand eines Durchschnittsjahres erreichen konnte. Ausgesprochen warm und sonnig präsentierte sich der Monat Mai, in dem auch erstmals die 30°C Grenze überschritten wurde. Ebenso heiß und vor allem trocken ging es in den darauf folgenden Sommermonaten weiter, die mit ihren Rekordtemperaturen, minimalen Niederschlägen und orkanartigen Windböen in die Wetterannalen eingehen erden. Besonders hervorzuheben ist dabei sicherlich die Tatsache, dass sich die Hitze nicht nur auf den eigentlichen Hochsommer beschränkte, sondern von Mai bis August das Wettergeschehen dominierte. Dabei brachten auch die Nächte nur wenig Abkühlung, da die Temperaturen während der Nachtstunden sehr häufig nur um wenige Grad sanken. Da auch während der Wochen der Weinlese kein Regen verzeichnet wurde, erfüllen überdurchschnittlich hohe Mostgewichte und vor allem der hervorragende Gesundheitszustand der Trauben alle Kriterien für einen sehr guten Jahrgang.

  • Boden

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    • Die Weinberge liegen zwischen 250 und 900 Metern auf einer auffallend rot gefärbten Porphyrunterlage. Es handelt sich dabei um ein vulkanisches Gestein mit großen Mineraleinsprenglingen, geologisch Quarzporphyr genannt. Auf diesem Terroir entstehen sehr salzige Weine mit toller Spannung am Gaumen und außergewöhnlicher Langlebigkeit. Die Ausrichtung der Rebanlagen nach Süden gewährleistet eine starke Sonneneinstrahlung. Unter fast schon mediterranen Verhältnissen gedeiht hier eine breite Palette von Traubensorten und man trifft in Terlan auf so manche Mittelmeerpflanzen wie Oliven, Granatäpfel, Zypressen oder Mandelbäume. Während der Reifezeit garantieren warme Tage und kühle Nächte für einen hohen Gehalt an Zucker und Aromastoffen sowie die charakteristische alpine Frische.
      Das Terlaner Gebiet hat aufgrund der besonderen klimatischen und geologischen Gegebenheiten neben der geografischen Ursprungsbezeichnung „Südtirol DOC“ eine eigene Herkunftsbezeichnung mit dem Zusatz „Terlaner“. Als „Terlaner klassisch“ werden jene Rebsorten bezeichnet, die im klassischen Terlaner Gebiet zwischen Andrian, Nals und Terlan wachsen.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Chardonnay 2003

Auszeichnungen

  • Antonio Galloni presents Vinous 2015: 94 Punkte
  • falstaff 2015: 95 Punkte
  • Wein-Plus 2015: 92+ Punkte
  • Gambero Rosso - Vini d'Italia 2016: Zwei rote Gläser
  • I Vini di Veronelli 2016: 94 Punkte
  • Bibenda/Duemilavini 2016: fünf Trauben
  • Wine Spectator 2015: 91 Punkte
  • Vitae - La guida vini AIS 2016: 4 Reben

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,0 % vol
  • Restzucker: 2,8 g/l
  • Gesamtsäure: 4,7 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 8 Jahre
  • Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Empfohlene Glasform

Glas für gereifte Weißweine

Glas für gereifte Weißweine