Nova Domus

Riserva

2018

"Majestätisch ragt die 1206 erstmals urkundlich erwähnte Burgruine über dem Dorfeingang von Terlan. Ebenso kräftig und komplex präsentiert sich unsere edle Cuvèe aus Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Diese Terlaner Cuvée Riserva bringt alle Vorzüge des Anbaugebietes charakterstark zum Vorschein und zeigt sich als kraftvoller, facettenreicher, mineralischer Wein, der sein Potential erst nach vielen Jahren Flaschenreife voll entfalten kann."
Rudi Kofler

Wein

Herkunftsgebiet: Südtirol - Italien
DOC Gebiet: Südtirol Terlaner
Sorte: 60%Weißburgunder,30%Chardonnay,10%Sauvignon Blanc
Jahrgang: 2018
Ertrag: 42 hl/ha
Ausrichtung: Süd - Südwest
Höhenmeter: Weißburgunder 500 - 600 m
                           Chardonnay 300 - 350 m
                           Sauvignon Blanc 300 - 350 m

Ausbau

Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im großen Eichenfass (30 hl); partieller biologischer Säureabbau (nur die Sorten Weißburgunder und Chardonnay) ; Ausbau für 12 Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass und Präsentation als "Riserva" nach insgesamt 2 Jahren Reife.

Technische Daten

  • Alkoholgehalt: 14,0 % vol
  • Restzucker: 1,7 g/l
  • Gesamtsäure: 5,7 g/l

Servierempfehlung

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Burgunderglas
Serviertemperatur:
12 - 14 °C

Speisenempfehlung

Harmoniert sehr gut mit Kaviar aber auch passend zu gegrillter Lachsschnitte oder gebratenem Thunfisch; ebenso zu einer Fiorentina, Saltimbocca alla romana oder einer geschmorten Kalbsstelze; zudem zu einer Parmigiana mit Auberginen und Trüffelfonduta.

Speisenempfehlung Detail

Kutteln mit Kalbsfilet und Spargelchips - Norbert Niederkofler (Restaurant St. Hubertus)

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  • Charakter

    Farbe: intensives, funkelndes Gelbgrün 
    Geruch: Mit einer Vielzahl an Facetten präsentiert sich die Aromastruktur dieser Cuvée. Ein Hauch von Kräutern und Gewürzen, wie Anis, Minze und Salbei, aber auch aromatische Fruchtnuancen, wobei vor allem der Duft von Aprikosen, Mandarinen, Honigmelone, Maracuja und Passionsfrucht, zeichnen den Terlaner aus. Unterstrichen wird der Gesamteindruck von mineralischen Komponenten.
    Geschmack: Komplex und feingliedrig funkelt der Nova Domus am Gaumen, wobei die kraftvolle Struktur zusammen mit seiner mineralisch - salzigen Spannung eine interessante Symbiose eingeht und dadurch sehr lange nachwirkt.

  • Jahrgang

    Das Weinjahr 2018 könnte man als das Jahr der Extreme bezeichnen. Begonnen hat es dank eines schneereichen Winters und eines regnerischen März mit einer sehr guten Wasserversorgung der Reben. Bedingt durch die kühleren Temperaturen im Frühjahr erfolgte der Austrieb der Reben ab Mitte April recht spät. Frühsommerliche Temperaturen sorgten dann aber für eine rasche phänologische Entwicklung der Reben, so dass die Rebblüte bereits Ende Mai begann. Auf einen wechselhaften und regnerischen Mai folgte ein sommerlich warmer Juni, welcher von einem großflächigen Hagelschlag beendet wurde, der glücklicherweise nur partiell schwere Schäden verursachte. Diese Schäden konnten von den Produzenten mit viel Fleiß und Einsatz größtenteils behoben werden. Eine große Hitzewelle prägte die Monate Juli und August. Erst gegen Ende August wurde die längere Trockenphase durch ein Genua Tief unterbrochen, das uns große Regenmengen bescherte. Am 22. August begannen wir – wie auch 2017 – bereits mit der Weinlese. Insgesamt kann man von einem guten Jahrgang sprechen, welcher sehr gute bis teilweise exzellente Weinqualitäten hervorgebracht hat. Zudem ist er mengenmäßig sehr zufriedenstellend.

  • Flaschenreife

    Kühle Lagerung bei konstanter Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit und mit möglichst wenig Lichteinfluss
    Kellertemperatur: 10 - 15 °C
    Sehr gutes Reifepotential > 10 Jahre 

  • Boden
    • Quarzporphyr ist das Grundgestein vulkanischen Ursprungs.
    • Die kargen, sandig- lehmigen Böden ergeben natürlich begrenzte Erträge.
    • Der Quarzanteil beträgt 55-60% und die Böden haben einen leicht sauren pH-Wert.
    • Die mineralischen und charakterstarken Weine bestechen durch außergewöhnliche Langlebigkeit.

    Die skelettreichen sandig-lehmigen Böden sind von einem hohen Quarzanteil geprägt. Der fehlende Calcium-Carbonat- Anteil bedingt leicht saure pH-Werte.
    Diese Gegebenheiten bewirken hohe Wasserdurchlässigkeit, eine begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und somit ein ausgewogenes Wachstum mit natürlich begrenzten Erträgen. Außergewöhnlichen Bodenbedingungen prägen das Terroir von Terlan, wo die Rebe durch den Mikrostress auf besondere Weise reagiert und eigene, terroirspezifische Polyphenole produziert, die dem Terlaner Wein seinen unverwechselbaren Charakter verleihen. Es entstehen besonders salzige Weine mit Spannung und Tiefe. Das besondere Cuvée an Kristallen und Mineralien der Terlaner Böden bringt Weissweine hervor, deren einzigartige Langlebigkeit das internationale Fachpublikum begeistert.

  • Klima

    Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt.
    Aufgrund der kühlen Fallwinde der hohen Berge ist das Terlaner Mikroklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bemerkenswert.
    Auch gegen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.
    Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

    Mikroklima in Terlan
    Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)
    Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
    Höchsttemperaturen: 38,2 °C
    Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
    Tiefsttemperaturen: -10,7°C
    Niederschlagsmenge: ø 600 - 700 mm/Jahr
    Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
    Winde:
    - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
    - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft