Grauvernatsch 2016

"Bereits im Mittelalter wurde Vernatsch aus Südtirol an Klöstern und Höfen im süddeutschen Raum gerne getrunken und auch heute ist dieser elegante, gerbstoffarme Wein mit moderatem Alkoholgehalt ein interessanter Rotwein, der besonders gut zu typisch Südtiroler Gerichten kombiniert werden kann."
Rudi Kofler

 

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Grauvernatsch
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1972
  • Jahr: 2016
  • Gesamtproduktion: 14.000
  • Ertrag: 63 hl/ha
  • Qualitätslinie: Klassische Weine

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 7-10 Monate im Stahlbehälter.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: zartes rubinrot
  • Geruch: Granatapfel, Veilchen und der Duft von Mandeln beziehungsweise Marzipan verleihen dem Grauvernatsch ein sehr frisches und anregendes Bouquet.
  • Geschmack: Dank seiner weichen Frucht und der samtigen Textur kombiniert mit einem würzig-salzigen Abgang sowie dem für den Grauvernatsch charakteristischen geringen Gerbstoffanteil handelt es sich hierbei um einen sehr unkomplizierten und „trinkigen“ Rotwein.

Speisenempfehlung

zu einer Südtiroler Brettlmarende mit geräuchertem Speck und Kaminwurst, aber auch zu Schüttelbrotbandnudeln mit Rehragout, Buchweizenspätzle mit Speck und Löwenzahn oder Schlutzkrapfen aus Boxelemehl (Mehl von der Bohne des Affenbrotbaumes) gefüllt mit Almkäsefonduta auf Spinatcreme.

  • Jahrgang

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    • Das Weinbaujahr 2016 war mit großen Herausforderungen verbunden. Die Vegetationsperiode begann in einigen Weinbergslagen schon sehr früh, zwischen Ende März und Anfang April. Glücklicherweise richtete die Frostnacht vom 27. April auf den 28. April keine größeren Schäden bei den Reben an. Ende April und Mai blieb die Witterung bis in die Blüte hinein kühl. Die früh austreibenden Lagen begannen am 25. Mai zu blühen. Die Monate Mai bis Mitte August waren von überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen geprägt. Mitte August kam dann der Wetterumschwung, der die Winzer aufatmen ließ. Am 6. September konnten wir mit der Ernte beginnen, perfektes Herbstwetter mit warmen und trockenen Tagen begleitete diese.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Grauvernatsch

Auszeichnungen

  • ViniBuoni d'Italia 2018: 4 Sterne

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,0 % vol
  • Restzucker: 1,3 g/l
  • Gesamtsäure: 4,5 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 1 Jahre
  • Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas