St. Magdalener 2018

"Einst spielte der St. Magdalener, eine traditionelle Cuvée aus den beiden autochthonen Rebsorten Vernatsch und Lagrein, nicht nur eine sehr wichtige Rolle im Südtiroler Weinbau sondern zählt zu den bekanntesten italienischen Rotweinen. Aber auch heute hat dieser fein fruchtige und charakteristisch-stilvolle Rotwein, der nach dem Anbaugebiet um das Weindorf St. Magdalena benannt ist, viele Liebhaber und wird von so manchem Genießer derzeit neu entdeckt."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 85% Vernatsch, 15% Lagrein
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1965
  • Jahr: 2018
  • Gesamtproduktion: 33.000
  • Ertrag: 63 hl/ha
  • Qualitätslinie: Klassische Weine

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 7-10 Monate im großen Holzfass; Assemblage einen Monat vor der Flaschenfüllung.

Produktionszone

  • Staat: Südtiroler St. Magdalener DOC
  • Herkunftsgebiet: Bozen
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: kräftige rubinrote Färbung
  • Geruch: Mit einer klaren vordergründigen Frucht nach schwarzen Holunderbeeren und Kirschen abgerundet durch ein Bittermandelaroma und eine Nuance von Veilchen überzeugt der St. Magdalener in der Nase.
  • Geschmack: Ebenso fruchtbetont am Gaumen aber gleichzeitig weich und elegant hat dieser Rotwein auch durch seine ausgewogene Säurestruktur und den niedrigen Gerbstoffgehalt – die Einzigartigkeit der der Tannin armen Sorte Vernatsch – ansprechendes Format.

Speisenempfehlung

klassisch Südtirolerisch zu einem Räucherteller mit Speck und Bündnerfleisch aber auch Carne salada vom Hirsch mit eingelegten Pilzen und Frischkäsemousse oder saurem Rindfleisch; ebenfalls interessant zu Bandnudeln mit Salsiccia oder gekochtem Tafelspitz mit salsa verde und Petersilienkartoffeln

  • Jahrgang

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    • Das Weinjahr 2018 könnte man als das Jahr der Extreme bezeichnen. Begonnen hat es dank eines schneereichen Winters und eines regnerischen März mit einer sehr guten Wasserversorgung der Reben. Bedingt durch die kühleren Temperaturen im Frühjahr erfolgte der Austrieb der Reben ab Mitte April recht spät. Frühsommerliche Temperaturen sorgten dann aber für eine rasche phänologische Entwicklung der Reben, so dass die Rebblüte bereits Ende Mai begann. Auf einen wechselhaften und regnerischen Mai folgte ein sommerlich warmer Juni, welcher von einem großflächigen Hagelschlag beendet wurde, der glücklicherweise nur partiell schwere Schäden verursachte. Diese Schäden konnten von den Produzenten mit viel Fleiß und Einsatz größtenteils behoben werden. Eine große Hitzewelle prägte die Monate Juli und August. Erst gegen Ende August wurde die längere Trockenphase durch ein Genua Tief unterbrochen, das uns große Regenmengen bescherte. Am 22. August begannen wir – wie auch 2017 – bereits mit der Weinlese. Insgesamt kann man von einem guten Jahrgang sprechen, welcher sehr gute bis teilweise exzellente Weinqualitäten hervorgebracht hat. Zudem ist er mengenmäßig sehr zufriedenstellend.

  • Boden

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    • Mit zu den bekanntesten Weinlagen Südtirols gehören seit frühester Zeit die Hügel- und Steillagen des St. Magdalener-Gebietes nördlich von Bozen. Von den gut durchlüfteten, leicht erwärmbaren Moränenschuttböden aus Porphyr- und Dolomitgestein stammt der gleichnamige Vernatschwein.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

St. Magdalener

Auszeichnungen

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,0 % vol
  • Restzucker: 1,8 g/l
  • Gesamtsäure: 4,4 g/l
  • PH-Wert: 3,7 PH

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 1 Jahre
  • Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas