Porphyr 2016

"Drei ausgewählte Einzellagen mit Rebstöcken, die fast ein Jahrhundert alt sind und somit sehr konzentriertes und extraktreiches Traubenmaterial liefern, bilden die Basis für unsere Lagreinselektion. Die Weinbereitung erfolgt zur Gänze in Barriques, was dem Lagrein Porphyr, der seinen Namen dem Grundgestein der Weingüter zu verdanken hat, eine vielschichte und intensive Nase verleiht, ihn aber gleichzeitig auch am Gaumen kompakt und unverkennbar wirken lässt."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Lagrein
  • Geschichte der Rebsorte:
  • Jahr: 2016
  • Gesamtproduktion: 22.000
  • Ertrag: 42 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Selektionen

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 18 Monate im Barrique.  Für den Ausbau in den Barriquefässern werden ein Drittel neue Holzfässer verwendet. Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: sattes, undurchdringliches rubinrot mit violetten Reflexen
  • Geruch: Als facettenreich und äußerst intensiv in der Nase kann diese Lagreinselektion beschrieben werden, welche durch einen Hauch von Lakritze, Kaffeebohnen, Vanilleschote, Gewürznelken und Schwarztee sowohl würzig als auch saftig fruchtig ist, mit an Sauerkirsche und Heidelbeeren erinnernden Aromen.
  • Geschmack: Harmonisch im Geschmack mit sehr kompakten und konzentrierten, vielschichtigen Aromen, die nicht nur von einer saftigen Frucht, sondern auch einer pfeffrigen Würze sowie einem leicht süßlichen Bitterschokoladenton abgerundet von fein geschliffenen Tanninen gekennzeichnet sind.

Speisenempfehlung

Passt zu rosa gebratenem Hirschrückenfilet mit Walnusskruste mit Wurzelgemüse und Blaukraut, im Lagrein geschmorter Rindsrippe mit dreierlei Polenta und Baby-Gemüse oder geschmorter Kalbswange mit Lagreinsauce auf Sellerieschaum.

  • Jahrgang

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    • Das Weinbaujahr 2016 war mit großen Herausforderungen verbunden. Die Vegetationsperiode begann in einigen Weinbergslagen schon sehr früh, zwischen Ende März und Anfang April. Glücklicherweise richtete die Frostnacht vom 27. April auf den 28. April keine größeren Schäden bei den Reben an. Ende April und Mai blieb die Witterung bis in die Blüte hinein kühl. Die früh austreibenden Lagen begannen am 25. Mai zu blühen. Die Monate Mai bis Mitte August waren von überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen geprägt. Mitte August kam dann der Wetterumschwung, der die Winzer aufatmen ließ. Am 6. September konnten wir mit der Ernte beginnen, perfektes Herbstwetter mit warmen und trockenen Tagen begleitete diese.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Porphyr

Auszeichnungen

  • James Suckling 2019: 96 Punkte
  • Robert Parker's Wine Advocate 2019: 93 Punkte

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 14,5 % vol
  • Restzucker: 0,6 g/l
  • Gesamtsäure: 4,7 g/l
  • PH-Wert: 3,9 PH

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 6 Jahre
  • Serviertemperatur: 18 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas