Pinot Bianco 2004

"Eine Besonderheit der Kellerei Terlan sind die Raritäten, Sonderabfüllungen gereifter Weißweine, die für mindestens zehn Jahre auf der Feinhefe in Stahldrucktanks gelagert worden sind. Beeindruckend ist dabei vor allem die jugendliche Frische, durch die dieser Weißburgunder trotz seines gereiften Alters besticht, was ihn vor allem für eine längere Flaschenreife perfekt eignet. Terlan besitzt ein Terroir um große Weißweine zu produzieren und stellt dies mit den Raritäten gekonnt unter Beweis."
Rudi Kofler

Pinot Bianco 2004

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtirol Terlaner
  • Sorte: 100% Weißburgunder
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1979
  • Jahr: 2004
  • Gesamtproduktion: 3.300
  • Ertrag: 42 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Raritäten

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; teilweiser biologischer Säureabbau (50%) und Reife für 12 Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass;  Lagerung und Reife für mindestens 10 Jahre auf der Feinhefe im Stahldrucktank ohne jegliche Filtration.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol Terlaner DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: helles, leuchtendes strohgelb mit zart grünlichen Reflexen
  • Geruch: In der Nase beeindruckend frisch und bei jedem Versuch eine neue Geruchskomponente offenbarend besticht die Rarität. Kräuternoten von Kamille, Zitronenmelisse und Liebstöckl zeigen sich ebenso wie ein Hauch von getrockneten Kaki und Aprikosen. Gleichzeitig weist das facettenreiche Bouquet auch einen Duft nach Brotkruste und Hefezopf auf gepaart mit der Feuersteinaromatik.
  • Geschmack: Am Gaumen geschmeidig und cremig weich mit einem starken, jugendlich wirkenden Säuregerüst, welches dennoch einen filigranen Eindruck hinterlässt und die mineralische Spannung ideal ergänzt. Seidig und elegant aber gleichzeitig enorm druckvoll und tief präsentiert sich der Abgang.

Speisenempfehlung

Als Meditationswein.
Zu gedämpftem Hummer oder sautierten Jakobsmuscheln, in Kombination mit Taglierini mit Butter und schwarzen Trüffeln; aber auch zu Rindscarpaccio mit frischen Albatrüffeln oder einem Kalbsrückensteak.

  • Jahrgang

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    • Warm und trocken beschreiben das Jahr 2004 wohl am Besten, wobei aber weder der für die Jahreszeit typisch kalte Winter, noch das leicht frische Frühjahr oder der mittelmäßige Sommer hervorstechen. Vor allem der ungewöhnlich lange und insbesondere milde Herbst, einer der wärmsten der letzten Jahrzehnte, sorgte für einen äußerst interessanten Weinjahrgang. Begonnen hat das Jahr mit sehr kalten und schneearmen Wintermonaten, so dass in den Rebanlagen keine Frostschäden zu verzeichnen waren. Nachdem zu Beginn des Monats März selbst die Tallagen noch einmal in winterliches Weiß gehüllt wurden, setzte sich aber sehr bald der Frühjahr mit einem ruckartigen Temperaturanstieg durch. Die gesamte Bandbreite an nassen und trockenen Tagen sowie tiefen und hohen Quecksilberständen gab es im April und auch im Wonnemonat Mai, so dass der Austrieb der Reben leicht später einsetzte als in Durchschnittsjahren. Selbst der Sommer zeigte sich zu Beginn kühl und feucht, doch bereits nach wenigen Tagen schnellte die Temperaturkurve entscheidend nach oben. Dass die Tage nicht überdurchschnittlich heiß waren und vor allem in den Nachtstunden immer wieder Temperaturrückgänge zu verzeichnen waren, wirkte sich sehr positiv auf die Traubenqualität aus. Der Niederschlag fehlte nicht nur in den Sommermonaten, wo durch Bewässerung der Weinberge der Trockenheit Abhilfe geschaffen werden konnte, sondern blieb glücklicherweise auch in der Erntezeit aus. Die Weinlese konnte problemlos über die Bühne gebracht werden und erst Mitte Oktober, als auch die letzte Fuhre bereits in der Kellerei vinifiziert wurde, fiel der von der Natur hart ersehnte Regen.

  • Boden

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    • Die Weinberge liegen zwischen 250 und 900 Metern auf einer auffallend rot gefärbten Porphyrunterlage. Es handelt sich dabei um ein vulkanisches Gestein mit großen Mineraleinsprenglingen, geologisch Quarzporphyr genannt. Auf diesem Terroir entstehen sehr salzige Weine mit toller Spannung am Gaumen und außergewöhnlicher Langlebigkeit. Die Ausrichtung der Rebanlagen nach Süden gewährleistet eine starke Sonneneinstrahlung. Unter fast schon mediterranen Verhältnissen gedeiht hier eine breite Palette von Traubensorten und man trifft in Terlan auf so manche Mittelmeerpflanzen wie Oliven, Granatäpfel, Zypressen oder Mandelbäume. Während der Reifezeit garantieren warme Tage und kühle Nächte für einen hohen Gehalt an Zucker und Aromastoffen sowie die charakteristische alpine Frische.
      Das Terlaner Gebiet hat aufgrund der besonderen klimatischen und geologischen Gegebenheiten neben der geografischen Ursprungsbezeichnung „Südtirol DOC“ eine eigene Herkunftsbezeichnung mit dem Zusatz „Terlaner“. Als „Terlaner klassisch“ werden jene Rebsorten bezeichnet, die im klassischen Terlaner Gebiet zwischen Andrian, Nals und Terlan wachsen.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Pinot Bianco 2004

Auszeichnungen

  • Antonio Galloni presents Vinous 2016: 95+ Punkte
  • Wein-Plus 2016: 96 Punkte
  • falstaff 2016: 95 Punkte
  • Robert Parker's Wine Advocate 2016: 96 points
  • Gambero Rosso - Vini d'Italia 2017: 2 Gläser
  • Le guide de L'Espresso - I Vini d'Italia 2017: empfohlene Weine
  • Slow Wine 2017: Grande Vino
  • I Vini di Veronelli 2017: 96 Punkte
  • Vitae - La guida vini AIS 2017: 4 Reben
  • James Suckling 2016: 94 Punkte
  • Bibenda/Duemilavini 2017: 5 Trauben
  • Selection 2016: 94 Punkte
  • Wine Enthusiast 2017: 95 Punkte

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 14,0 % vol
  • Restzucker: 2,7 g/l
  • Gesamtsäure: 5,5 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 8 Jahre
  • Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Empfohlene Glasform

Glas für gereifte Weißweine

Glas für gereifte Weißweine