Lagrein Rosé 2018

"Beim Lagrein handelt es sich um einen autochthonen, charaktervollen Wein, der nicht nur als kräftiger Roter sondern auch in den warmen Monaten als fruchtiger Rosé - in Südtirol auch "Kretzer" genannt - zu überzeugen weiß. Durch seine frische und unkomplizierte Art kann der Rosè ständig mehr Weintrinker von sich überzeugen."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Lagrein
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1978
  • Jahr: 2018
  • Gesamtproduktion: 22.000
  • Ertrag: 63 hl/ha
  • Qualitätslinie: Klassische Weine

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank; Lagerung und Reife für 5-7 Monate auf der Feinhefe im Stahltank.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: klares, intensiv leuchtendes rosarot mit lachsfarbenen Reflexen
  • Geruch: Im Duftspiel sehr fruchtig mit Noten von Himbeeren und Erdbeeren aber auch einem Hauch von Amarenakirsche.
  • Geschmack: Al palato questo ino si presenta assai vinoso e morbido, con un effetto molto armonico che contrasta bene con la sua acidità fruttata e fresca.

Speisenempfehlung

in Kombination zu einem Rindstartar oder einem feinen Carpaccio genauso wie zu einem Gemüsestrudel

  • Jahrgang

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    • Das Weinjahr 2018 könnte man als das Jahr der Extreme bezeichnen. Begonnen hat es dank eines schneereichen Winters und eines regnerischen März mit einer sehr guten Wasserversorgung der Reben. Bedingt durch die kühleren Temperaturen im Frühjahr erfolgte der Austrieb der Reben ab Mitte April recht spät. Frühsommerliche Temperaturen sorgten dann aber für eine rasche phänologische Entwicklung der Reben, so dass die Rebblüte bereits Ende Mai begann. Auf einen wechselhaften und regnerischen Mai folgte ein sommerlich warmer Juni, welcher von einem großflächigen Hagelschlag beendet wurde, der glücklicherweise nur partiell schwere Schäden verursachte. Diese Schäden konnten von den Produzenten mit viel Fleiß und Einsatz größtenteils behoben werden. Eine große Hitzewelle prägte die Monate Juli und August. Erst gegen Ende August wurde die längere Trockenphase durch ein Genua Tief unterbrochen, das uns große Regenmengen bescherte. Am 22. August begannen wir – wie auch 2017 – bereits mit der Weinlese. Insgesamt kann man von einem guten Jahrgang sprechen, welcher sehr gute bis teilweise exzellente Weinqualitäten hervorgebracht hat. Zudem ist er mengenmäßig sehr zufriedenstellend.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Lagrein Rosé

Auszeichnungen

  • James Suckling 2019: 91 Punkte

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,0 % vol
  • Restzucker: 1,4 g/l
  • Gesamtsäure: 5,6 g/l
  • PH-Wert: 3,5 PH

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 1 Jahre
  • Serviertemperatur: 12 - 14 °C

Empfohlene Glasform

Glas für junge Weißweine

Glas für junge Weißweine