Gries 2015

"Die Anschwemmböden im Bozner Stadtteil Gries eignen sich bestens für die autochthone Rotweinsorte Lagrein, die bereits 1379 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Unser Lagrein Gries beeindruckt durch seine fruchtige Beerenaromen, aber auch edle Würznoten und durch seinen saftigen, ausbalancierten Körper."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Lagrein
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1989
  • Jahr: 2015
  • Gesamtproduktion: 45.000
  • Ertrag: 56 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Selektionen

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate teils im großen Holzfass (70%) teils im Barrique (30%). Für den Ausbau in den Barriquefässern werden ein Drittel neue Holzfässer verwendet. Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Produktionszone

  • Staat: Südtiroler Lagrein Gries DOC
  • Herkunftsgebiet: Bozen
  • Höhenmeter: 250 - 500 m
  • Neigung: 5 - 35%
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: kräftiges rubin- bis granatrot mit dezent ins violett gehendem Schimmer
  • Geruch: Der Duft enthüllt erdig-mineralische Noten, die sehr schön mit fruchtigen Aromen verbunden sind, wobei insbesondere der Duft von Sauerkirschen und Pflaumenmarmelade hervortreten.
  • Geschmack: Spannung erzeugen diese torfig-würzigen aber gleichzeitig samtigen Fruchtnoten auch am Gaumen, wo sich dieser Lagrein Riserva mit einer vielschichtigen Fülle und äußerst komplex präsentiert.

Speisenempfehlung

In Kombination zu Gamsbraten mit Wurzelgemüse oder in Lagrein geschmorten Kalbsbäckchen mit Wurzelgemüse.

  • Jahrgang

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    • Der Jahrgang 2015 wird als trockener und heißer, aber guter Jahrgang in die Weinbaugeschichte eingehen. Aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschläge im Sommer lag die Wasserversorgung der Reben am unteren Limit, wodurch sich lockere Trauben mit kleinen Beeren entwickelten, so dass die besten Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Weine gegeben waren.

      Der Austrieb der Reben begann gegen Ende März bzw. Anfang April und bereits im Frühjahr gab es wenig Regen und die Temperaturen waren häufig überdurchschnittlich hoch. Dementsprechend schritt die Entwicklung der Reben zügig voran und schon Mitte Mai blühten die ersten Gescheine auf. In den folgenden Wochen setzte sich der Sommer endgültig durch und auf den wärmsten Juni seit Aufzeichnung des Wetters in Südtirol folgte der Monat Juli mit Rekordtemperaturen und zahlreichen Tropennächten. Dadurch verlangsamte sich die Traubenreife in den niederen Weinbergen und es kam zu einer Angleichung der Vegetation zwischen tieferen und höheren Anbauzonen. Durch gezielte Bewässerung konnten Trockenschäden und somit Qualitätseinbußen vermieden werden. Des Weiteren war eine sehr gute und schnelle Holzreife zu beobachten. Die Reife ging zügig voran und durch sonnige Spätsommertage ging es bereits Ende August mit der Weinlese los. Die größte Herausforderung während der Ernte war die Entscheidung bezüglich des idealen Lesezeitpunktes, der so gewählt werden musste, dass die Trauben phenolisch reif waren und eine gute Balance von Zucker und Säure gegeben war.

  • Boden

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    • Bozen und somit auch der Stadtteil Gries liegen in einem breiten, sonnenverwöhnten Talkessel zwischen den Flüssen Etsch, Eisack und Talfer, wo in den Sommermonaten die Temperaturen auf zu 40°C ansteigen können.
      Das Bozner Becken ist gefüllt mit nacheiszeitlichem Schwemmmaterial und besteht großteils aus dem bekannten Bozner Quarzporphyr. Das Gestein und die Weingartenböden sind kalkfrei und die Bodenstruktur wechselt durch den geschichteten Aufbau von lehmigem Sand im Oberboden bis zu Sand im Unterboden.
      Das Grieser Terroir zeichnet verantwortlich für die kräftigen und edlen Aromen der Lagreinweine aus der dortigen Lage.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Gries

Auszeichnungen

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol
  • Restzucker: 1,3 g/l
  • Gesamtsäure: 5,3 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 4 Jahre
  • Serviertemperatur: 16 - 18 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas