Jahrgang 2004 ∗∗∗

Warm und trocken beschreiben das Jahr 2004 wohl am Besten, wobei aber weder der für die Jahreszeit typisch kalte Winter, noch das leicht frische Frühjahr oder der mittelmäßige Sommer hervorstechen. Vor allem der ungewöhnlich lange und insbesondere milde Herbst, einer der wärmsten der letzten Jahrzehnte, sorgte für einen äußerst interessanten Weinjahrgang. Begonnen hat das Jahr mit sehr kalten und schneearmen Wintermonaten, so dass in den Rebanlagen keine Frostschäden zu verzeichnen waren. Nachdem zu Beginn des Monats März selbst die Tallagen noch einmal in winterliches Weiß gehüllt wurden, setzte sich aber sehr bald der Frühjahr mit einem ruckartigen Temperaturanstieg durch. Die gesamte Bandbreite an nassen und trockenen Tagen sowie tiefen und hohen Quecksilberständen gab es im April und auch im Wonnemonat Mai, so dass der Austrieb der Reben leicht später einsetzte als in Durchschnittsjahren. Selbst der Sommer zeigte sich zu Beginn kühl und feucht, doch bereits nach wenigen Tagen schnellte die Temperaturkurve entscheidend nach oben. Dass die Tage nicht überdurchschnittlich heiß waren und vor allem in den Nachtstunden immer wieder Temperaturrückgänge zu verzeichnen waren, wirkte sich sehr positiv auf die Traubenqualität aus. Der Niederschlag fehlte nicht nur in den Sommermonaten, wo durch Bewässerung der Weinberge der Trockenheit Abhilfe geschaffen werden konnte, sondern blieb glücklicherweise auch in der Erntezeit aus. Die Weinlese konnte problemlos über die Bühne gebracht werden und erst Mitte Oktober, als auch die letzte Fuhre bereits in der Kellerei vinifiziert wurde, fiel der von der Natur hart ersehnte Regen.

Weißweine

Rotweine

Temperatur

13,0°C

Niederschlag

574,2 mm

Erntebeginn

08 September 2004

Sonnenstunden

2.214 h