Ist der Wein erst mal unter einem gesunden Korken vor äußeren Einflüssen in Sicherheit gebracht, geht er in der Flasche seiner ruhigen Phase entgegen. Für die Vollendung des edlen Getränks - die Entfaltung von Sekundär- und Tertiäraromen - sind dennoch die allgemein gültigen Lagertipps wichtig. Besonders für die langlebigen Terlaner, die mit hochwertigen Naturkorken arbeiten.

  • Lagerort

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    • Wer das Glück hat, über einen alten Keller zu verfügen, der thermisch von der Außenwelt abgeschirmt ist und Temperaturschwankungen unterbindet, kann Weine sorglos lagern. Alte Keller sind in der Regel feucht und das ist gut für den Wein.

      Wer dieses Glück nicht hat, kann sich bei geringerer Flaschenanzahl mit elektrischen Weinklimaschränken behelfen. Eine weitere Alternative ist die Klimatisierung eines kompletten Kellerraumes mit Kühlraumtüren oder auch Kühlzellen. Oft sind kleine bauliche Veränderungen oder die Anmietung eines externen Kellers auch eine dankbare Lösung.

      Gelagert wird meist horizontal, damit der Korken feucht gehalten wird, quillt und so den Flaschenhals ausfüllt und luftdicht ist.

      Eine neue Denkschule vertritt die Auffassung, dass eine schräge Lagerung besser sei: Sie halte den Korken sowohl in Berührung mit dem Wein als auch mit der Luftblase, die sich bei Temperaturschwankungen zusammenzieht oder ausdehnt. Demzufolge sickere also Luft und nicht Wein in oder durch den Korken.

      In Terlan wird horizontal gelagert und man sieht an den 20-30 Jahre gelagerten Flaschen, dass ein minimaler Sauerstoffaustausch stattfindet. Zeugnis dafür sind die fehlenden Mengen Wein beim Umkorken der Flaschen nach etwa 15 Jahren. Und die komplexen Aromen, die sich dank dieser Reife zeigen.

  • Temperaturschwankungen

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    • In der Fachliteratur und unter Weinfreunden wird oft über die optimale Lagertemperatur gesprochen. Diese ist jedoch relativ unwichtig, solange ein Bereich zwischen 10 bis 15 Grad eingehalten wird.

      Viel problematischer hingegen sind die Temperaturschwankungen. Die Temperatur des Lagerraumes sollte möglichst konstant sein und nicht mehr als 3-5 Grad variieren. Das bedeutet keine bis geringe Tag- und Nachtschwankungen aufweisen. So werden auch jahreszeitliche Schwankungen umgangen.

      Prinzipiell gilt: Je kühler ein Wein ruht, mehr Zeit wird ihm für seine Reife und Entfaltung gegeben, denn Wärm beschleunigt alle Reaktionen. Ab 30°C etwa verflüchtigen sich die volatileren Inhaltsstoffe des Weins und Farbe und Klarheit werden beeinträchtigt.

      Geben Sie den Terlaner Weinen bei kühlen und gelichbleibenden Verhältnissen die Zeit, ihre komplexen Sekundär und Tertiäraromen zu entwickeln!

  • Licht, Vibration und Gerüche

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    • Wein reagiert nicht nur auf Wäre empfindlich. Besonders Licht oder helle Beleuchtung schaden dem Geschmack. Das ist die Erklärung für das Verwenden von dunklen Flaschen.

      Lagern Sie ihren Wein also möglichst an einem dunklen Ort.

      Vibrationen gelten für länger lagernde Weine mit Bodensatz als unzuträglich, allerdings gibt es keine eindeutigen Beweise dafür. Sehr wohl als schädlich einzustufen sind starke Gerüche wie Farbdosen oder Düngungsmittel. Sie sind der Entwicklung des Weins absolut unzumutbar.

  • Luftfeuchtigkeit

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    • Lagert der Wein in zu trockener Umgebung, trocknen die Korken aus und schließen nicht mehr einwandfrei. Feuchte Lagerräume oder Keller sind für den Wein ein Eldorado, es leiden allerdings meist die Etiketten darunter.

      Nur ein Feind erfreut sich an der Feuchtigkeit: die Korkmotte ("Nemapogon cloacellus"). Sie legt ihre Eier gerne an feuchten Stellen im Weinkeller, insbesondere am Korken. Man erkennt den Befall an den angefressenen Korken und an den Korkbröseln unter der Kapsel oder am Boden. Durch den Korkzerfraß werden die Korken mit der Zeit undicht, die Korken müssen schnellstens ersetzt werden.

  • Umkorken

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    • Wenn Sie der Leidenschaft des Wein-Sammelns verfallen sind, werden Sie Ihre Schätze nicht nur durch ein „buchhalterisches System“ davor bewahren, dass sie nicht allzu lang lagern.

      Auch die Korkkontrolle gehört neben der korrekten Lagerung zur Pflege des Weinbestandes. Sind Korken am Ende ihrer Lebensdauer angelangt oder defekt, nichts wie umkorken.

      In Terlan wird der Lagerbestand der Raritäten im Weinarchiv regelmäßig umgekorkt und die fehlende Menge in den Flaschen mit Altweinen nachgefüllt.